LPfD Kurzbeschreibung

Lokale Partnerschaft für Demokratie (LPfD)/ Lokaler Aktionsplan (LAP)

Die LPfD Ilm-Kreis befindet sich in der dritten Förderphase und ist im Laufe der letzten Jahre zu einer wichtigen Anlaufstelle für AkteurInnen (Vereine, Bündnisse, Einzelpersonen, etc.) geworden, die Projekte im Rahmen des Thüringer Landesprogrammes für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „DenkBunt“ und des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ umsetzen möchten.

Kurzbeschreibung

Dies ist auch zwingend notwendig, da es im Ilm-Kreis mehrere Standorte für zum Teil bundesweit bekannte rechtsextreme Gruppierungen gibt. Die ländliche Struktur mit Ihrer Abgeschiedenheit und die gute verkehrstechnische Lage in der Mitte von Deutschland, machen den Ilm-Kreis für die extrem Rechte und ihre Aktivitäten attraktiv. In ländlichen Regionen werden menschenverachtende Meinungsbildung und Aktivitäten aufgrund von Angst und dörflicher Mentalität häufig ignoriert. Der Ilm-Kreis ist maßgeblich durch seine ländliche Struktur geprägt. Die Lokale Partnerschaft für Demokratie hat bereits Ende der 2000 Jahre die Gründung des Aktionsbündnisses Ilm-Kreis für Demokratie und Vielfalt – Gegen Rechtsextremismus und Gewalt unterstützt. Hier soll weiter daran gearbeitet werden, eine Vernetzung der einzelnen Bürger und schon bestehender Bürgerbündnisse zu erreichen, um ein gezieltes Eingreifen gegen rechtsextreme und menschenverachtende Tendenzen und Aktionen im Ilm- Kreis zu ermöglichen.

Die Zielgruppen der beantragenden ProjektträgerInnen sind in allen Altersklassen, sozialen Schichten und unabhängig vom Bildungsgrad zu finden. Es werden Projekte für Kinder und Jugendliche an Grund-, Regel- und Berufsschulen oder Gymnasien gefördert, ebenso wie für regionale Bevölkerungsgruppen oder für ausländische MitbürgerInnen.

Die Projekte werden dann gefördert, wenn sie laut Richtlinien des Landes- und Bundesprogrammes u.a. eine Demokratie – und Toleranzentwicklung, -förderung oder -erziehung in der Gesellschaft befördern. Des Weiteren werden auch Projekte lokaler Bürgerbündnisse und zivilgesellschaftlicher Akteure gegen Rechtsextremismus gefördert, die unter Schirmherrschaft von Vereinen oder Institutionen beantragen.

Schwerpunkte

Der LAP Ilm-Kreis strebt weiterhin das Miteinander einer weltoffenen und toleranten Kultur an. Dahingehend sollen Aktivitäten verstärkt werden, welche die Werte Demokratie und Toleranz, sowie das nachhaltige Bewusstsein für eine Gemeinsamkeit in Vielfalt im Blick haben.

  • Projektarbeit mit Kindern, Jugendlichen, SchülerInnen zu Themen wie interkulturelle und antirassistische Bildung, Demokratie- und Toleranzerziehung und soziale Kompetenztrainings;
  • Qualifizierung von MultiplikatorInnen (PädagogInnen, KommunalpolitikerInnen, BürgerInnen und SchülerInnen) im Rahmen von Einzelprojekten;
  • Integration der Ziele des LAP Ilm- Kreis in Kommunalentwicklungslinien, um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten;
  • Ganzheitliche interkulturelle Bildungsprojekte für Erwachsene, die zur Begegnung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und dem gegenseitigen Verständnis und interkulturellen Perspektiven beitragen.

Auch werden über die LPfD bzw. das Thüringer Landesprogramm „Denk bunt!“ MultiplikatorInnenschulungen angeboten, die zu den angestrebten Themen passen.

Begleitausschuss (BgA)

Der Begleitausschuss des LAP Ilm-Kreis besteht derzeit aus 20 Personen aus der BürgerInnengesellschaft, aus zivilgesellschaftlichen Netzwerken, aus Gewerkschaft, Vereinen und Verbänden sowie aus Politik und Verwaltung. Neben VertreterInnen des Ämternetzwerkes, ist der Begleitausschuss des LPfD Ilm-Kreis mehrheitlich mit lokalen AkteurInnen der Zivilgesellschaft besetzt. Hierzu gehören unter anderem die Bürgerbündnisse des Ilm-Kreises.

Besonders bei der Bewertung der Projekte sowie der Fortschreibung/ Aktualisierung der LPfD hat sich dieses breite Spektrum an beruflichen und gesellschaftlichen Hintergründen der einzelnen Mitglieder bewährt. Der Begleitausschuss trifft sich regelmäßig, um aktuelle Vorhaben, Stand der Projekte und eventuell auftretende Problemlagen zu diskutieren.
Aufgaben des Begleitausschusses:
  • Entscheidung über Projekte
  • Ort des Diskurses zu Erfahrungen und Bedarfen
  • Anregungs- und Initialfunktion für die LPfD Ilm-Kreis
  • Informationstransfer in die unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbereiche der Beteiligten (MultiplikatorInnen)