Festival der Kulturen – Freies Wort vom 02.09.2010

Festival der Kulturen

Die Stadt Ilmenau präsentiert morgen im Vorfeld der Interkulturellen Woche ein Festival der Kulturen auf dem Wetzlarer Platz.

Ilmenau – Afrikanische Trommeln werden den Platz dann ebenso beleben, wie orientalische Melodien oder brasilianische Samba. Die verschiedenen Nationen, Kulturen aus und rund um Ilmenau und aus dem Ausland sollen sich an diesem Tag in verschiedenster Form, als “Fest für alle Sinne – Fest der Leidenschaften” präsentieren und damit den Integrationsgedanken fördern, sowie zum Abbau von Überfremdungsängsten beitragen, heißt es vorab. Damit diese Veranstaltung zum “Fest für alle Sinne” wird, baue das Angebot auf drei Teilen auf: dem Bühnenprogramm, der Gastronomie und einem speziellen Programm im Festsaal der Alten Försterei. Auf der großen Bühne werden Hobby- und Profi-Künstler von Ilmenau und außerhalb die Chance erhalten, ihr Herkunftsland zu präsentieren und darzustellen – in beliebiger Form.

“Die Veranstaltung war von Maria Franczyk angeregt worden”, macht Ilmenaus Beigeordneter Horst Zink (FWG) auf die Initiative der Ausländerbeauftragten der Stadt noch im Zuge der Bürgergegenwehr zur Ankündigung eines rechten Treffens im Juli in Ilmenau aufmerksam. Damals entstanden aus dem Bürgerengagement heraus zahlreiche Ideen und Projekte, darunter auch jenes Festival der Kulturen, das es nun morgen ab 14 Uhr geben wird.

“Über die Universität sind viele Gruppen gewonnen worden, die hier mitmachen. Dazu kommen Tanzgruppen aus Partnerregionen wie Ilmenaus rumänischer Partnerstadt Tîrgu-Mures oder dem polnischen Partnerkreis des Ilm-Kreises, Konin”, erklärt Zink. Die Gäste aus Tîrgu-Mures seien Schüler einer deutschen Sprachschule und “sehr nette Leute”, kündigte der Beigeordnete an. Zwei Busse mit Kindern und Jugendlichen mit traditionellen Volkstänzen im Gepäck werden dazu aus dem Ausland erwartet. Auch Jugendliche aus Ilmenau oder Erfurt würden das Programm mitgestalten, kündigte der Beigeordnete an. Die musikbegabte Jugend aus Ilmenau werde durch die Band Sam Jessin vertreten, heißt es vom Veranstalter. Die komme ursprünglich aus Ilmenau und sei mittlerweile weit über Thüringens Grenzen bekannt. In der Besetzung Schlagzeug, Gitarre, Bass, Trompete in Verbindung mit vierstimmigem Satzgesang sei ein harmonischer Rock’n Roll Sound zu erwarten.

Neben den vor allem musikalisch-tänzerischen Beiträgen im Bühnenprogramm Wetzlarer Platz, moderiert von den zwei Ilmenauern Anna Zorn und Max Möller, werden parallel im Festsaal der Alten Försterei vertiefende Angebote präsentiert. Dazu gehört ein Workshop zu Chinesischer Malerei, eine Buchlesung zu Afrika, ein Vortrag mit Video über Nordkorea oder auch ein Vortrag zu Afrika. Umrahmt wird der Nachmittag mit kulinarischen Köstlichkeiten verschiedener Länder, angeboten von Ilmenauer Gastronomieeinrichtungen. Landrat und OB werden die Veranstaltung , die viele Unterstützer gefunden hat, eröffnen. Schirmherr ist Sparkassenvorstand Peter Bauer. “Wir leben in den Zeiten, wo Respekt und Toleranz großgeschrieben sind: Wir leben zusammen und wir brauchen einander”, heißt es zur Motivation für das Festival.