Leichtes Beben in der Sporthalle – Freies Wort vom 14.09.2010

Leichtes Beben in der Sporthalle

Eine Projektwoche gegen Ausgrenzung und für gelebte Vielfalt ging am Freitag mit einem bunten Programm in der Turnhalle am Vitzberg zu Ende.

Großbreitenbach – „So groß war der Zuspruch zu unseren Abschlussveranstaltungen in den bisherigen Projektwochen nicht“, freute sich Schulleiterin Andrea Köhler. Nicht nur die 150 Kinder ihrer Rgelschule strömten am Freitagnachmittag in die Turnhalle Am Vitzberg. Viele der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren hatten ihre Eltern im Schlepptau. Zum dritten Male ging an der Regelschule Großbreitenbach eine etwas besondere Projektwoche des Religionsunterrichts mit einer stimmungsvollen Abschlussfeier zu Ende. Hier wollten und konnten die Schülerinnen und Schüler zeigen, was sie in der Projektwoche des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ gelernt, gemacht und gestaltet haben.

Geholfen haben ihnen bei diesem von der evangelischen Kirchgemeinde Großbreitenbach getragenen Projekt 21 junge Leute vom Verein „Jugend für Christus“, die dort ihr soziales Jahr ableisten.

I-Themba heißt Hoffnung

Zweifellos die „Stars“ des Vereins waren die jungen Mitglieder der südafrikanischen Tanz- und Theatergruppe „I-Themba“ (das ist Suaheli und heißt Hoffnung). Am Montag und am Dienstag wurden die Themen der Projektwoche im Unterricht behandelt; Mittwoch und Donnerstag konnten die Regelschüler zwischen 11 verschiedenen Workshops zwischen Werkraumworkshop und Sozialworkshop wählen. Die Gäste aus Südafrika zwischen 17 und 21 Jahren sorgten sich besonders um die Workshops Tanz und Musik. Ihre Musikalität und Leidenschaft trug wohl dazu bei, dass Andrea Köhler erklärte, die Woche über sei in der Schule der Teufel los gewesen. Die jungen Leute von I-Themba hätten die ganze Woche über ihre Energie auf die Schüler und die Schule übertragen. Diese Energie wollen sie dann auf der Abschlussfeier loswerden.

Den christlichen Hintergrund der Projektwoche bestätigte Pfarrer Fred Klemm ausdrücklich. Er kam sowohl in den Theater-Szenen biblischen Inhalts als auch in Bastelarbeiten des Kreativ-Workshops zum Ausdruck, wie sie im Eingangsbereich der Sporthalle ausgestellt waren. Sowohl die Schüler Anton Kahl und Kevin Renner als auch die Schüler Laura Grundler und Lena Hahn aus der Regelschule hatten dort Lebenssituationen der biblischen Gestalten Josef und Jakob als großflächige Objekte gestaltet. Pfarrer Klemm erklärte, es gehe in dem Projekt um die Vermittlung und Verstärkung gesellschaftlicher Grundwerte, gegen Ausgrenzung von Fremden, für die Anerkennung der Vielfalt der Menschen.

Mitreißende Afrikaner

Während im Eingangsbereich die biblischen Stationen eher ruhige Betrachter anzogen, ging drinnen in der Halle die Post ab. Besonders die jungen Afrikaner rissen mit ihrer Leidenschaft und Musikalität die Kinder und Jugendlichen mit ihren Tänzen, Übungen, Sprüngen und musikalischen Darbietungen mit.

In dieser Woche sind der Verein „Jugend für Christus“ und die südafrikanischen Gäste mit dem Bus am Langen Berg zwischen Pennewitz, Neustadt und Gehren unterwegs.

von Gerd Dolge