Lokaler Aktionsplan für Vielfalt im Ilmkreis mit geringerem Budget – Thüringer Allgemeine vom 08.02.2011

Lokaler Aktionsplan für Vielfalt im Ilmkreis mit geringerem Budget

 

Drei Jahre lang, von 2007 bis 2010, wurde durch das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ auch im Ilmkreis ein Lokaler Aktionsplan gefördert.

Ilmkreis. Er habe „mit seinen vielfältigen Einzelprojekten wesentlich zur Verankerung von Demokratieverständnis, Toleranz und zur wirksamen Begegnung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und somit zum Gelingen des Bundesprogrammes beigetragen“, heißt es in einem Resümee des Jugendamtes, unter dessen Federführung der Lokale Aktionsplan stand.

Inzwischen hat die Bundesregierung eine Verlängerung der bestehenden 90 Projekte beschlossen. Das neue Bundesprogramm steht unter dem Titel „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Allerdings geht die finanzielle Unterstützung, die anfangs bei 100 000 Euro im Jahr lag, weiter auf 40 000, 30 000 und 20 000 Euro zurück. Das Jugendamt hat dazu im November vergangenen Jahres einen Antrag gestellt, der Zuwendungsbescheid für 2011 liegt bereits vor. An das Marienstift Arnstadt ging die Zusage, dass die Koordinierungsstelle zunächst bei ihm bleiben wird.

Die Schwerpunkte des neuen Bundesprogrammes liegen unter anderem auf einer besseren Vernetzung innerhalb der Verwaltung, beispielweise zwischen dem Kultur-, Jugendund Bildungsressort, sowie der nachhaltigen Verankerung von Netzwerken und Bündnissen. Außerdem geht es um Aktionen, um den lokalen Aktionsplan bekannter zu machen.

Am 24. Februar um 15 Uhr wird sich im Sitzungssaal des Landratsamtes in Arnstadt in der Ritterstraße der bisherige Begleitausschuss für das Projekt treffen, um über die weitere Ausgestaltung in den nächsten drei Jahren zu beraten. „Eine Neukonstituierung dieses Ausschusses mit Vertreter(innen) aller im Ilmkreis tätigen Bündnisse gegen Rechts ist möglich“, heißt es weiter in der Mitteilung des Jugendamtes.

In dieser Sitzung sollen auch das Schild „Ilmkreis – Ort der Vielfalt“ sowie die Broschüre „3 Jahre Lokaler Aktionsplan Ilmkreis“ präsentiert werden.