Fotomarathon für Jugendliche war Teil des Subkult-Festivals – Thüringer Allgemeine vom 18.10.2011

Fotomarathon für Jugendliche war Teil des Subkult-Festivals

Es mag schon viel von Ilmenau fotografiert worden sein, aber weniger von Jugendlichen und wohl überhaupt noch nicht an nur einem Tag.

Ilmenau. Da muss erst ein Festival namens „Subkult“ kommen, um eine solche Idee zu haben, die Mitmacher im Alter von 13 bis 20 Jahre findet und mit einer Prämierung nebst Ausstellung in den Redaktionsräumen der Zeitschrift „Geheimrat“ am Samstag dem Höhepunkt zustrebt. Auch wenn sich diese im Gebäude der Eishalle befinden, der Empfang war alles andere als das.

Nahezu kuschelig könnte man ihn angesichts der Platzkapazitäten bezeichnen. Doch auch der Gesang des Duos „Fabri“ trug zur Herzlichkeit bei. Dass ein Breakdancer und Subkult-Macher wie Frank Jockschies das Wort an die Anwesenden realtiv schüchtern führt, macht ihn sympathisch. Auch wenn er zu anfangs mit 28 200 Google-Treffern für „Subkult“ etwas protzt.

Das legt sich, und in den Vordergrund geraten die Mitmacher von einem Workshop, der sie innerhalb von 24 Stunden zu 24 vorgegebenen Themen 24 Bilder machen ließ. Fünf Zweier-Teams gingen dazu auf die Straße, in die Natur, in die Familie, zu ihrem liebsten Freund auf vier Pfoten, zur Arbeitsagentur oder auf den Sportplatz. Marvin Blaschke und Gabor Meyer hatten zwar nur 10 der 24 Fotos geschafft, aber genau das eine, das reichte, um sie als Sieger für das beste Einzelbild zu küren. Sie mussten ihre Startnummer 1 interpretieren. Das gelang ihnen auf dem Laufbahn des Sportplatzes durch den schlauen Blick einer Brille. Sabine Andrich und Cathleen Franke schafften nicht nur alle 24 Bilder, sondern auch die beste Serie bei diesem Fotomarathon. Fotografiert haben sie mit einer Nikon, „wie die von der Zeitung“. Zum Thema Perspektive wählten sei einen Blick auf das Arbeitsamt. „Dort würden doch viele Perspektiven gegeben“, begründeten sie die Wahl. Die Sieger bekamen neben Rosen ein T-Shirt mit den Festival- Aktionen von Subkult anno 2011. Der „Geheimrat“ unterstützte die Aktion und beherbergt die Ausstellung auch in den nächsten Wochen.

von André Heß

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