Lesung „Wir waren wie Brüder“ mit Daniel Schulz, 24.9.22, um 19 Uhr, Ilmenauer Stadtkirche St. Jakobus

„Wir waren wie Brüder“ beschreibt eine Coming-of-Age Geschichte in der Brandenburger Provinz der Wende- und Nachwendezeit.

In rauer und gewaltvoller Sprache beschreibt Daniel Schulz die Lebensumstände des Protagonisten und spiegelt dadurch die alltägliche Gewalt und den rauen Ton, der im Freundeskreis vorherrscht, wider. Die Geschichte zeigt eindrücklich, wie allgegenwärtig und fast selbstverständlich Rassismus und Antisemitismus im täglichen Leben des Protagonisten sind. Dieser Roman zeigt nicht nur die rechte Gewalt, die der Hauptfigur widerfahren ist, sondern erzählt auch von Anpassungsstrategien und dem Dazugehören, um nicht aufzufallen und sich sicherer zu fühlen. Schulz beschreibt eindrücklich die ablehnende Gefühlslage des Protagonisten, wenn sich sein Umfeld rassistisch oder antisemitisch äußert. Der Roman spielt zwar in der Brandenburger Provinz der 90er Jahre, kann aber als Blaupause auf die meisten ländlichen Gebiete und deren Umstände der Jetztzeit übertragen werden.

Im Vorfeld der Lesung findet ab 17.30 Uhr ein kurzer Stolperstein-Spaziergang in Ilmenau statt. Treffpunkt ist vor der St. Jakobuskirche.

Zudem sind einige Organisationen, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus aussprechen mit Infoständen vor Ort.

Die Lesung ist kostenfrei und wird von Lokale Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben und Denk bunt gefördert.

Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, Teilnehmende von der Veranstaltung auszuschließen, wenn diese durch ihr Verhalten, insbesondere durch rechtsextreme, rassistische und antisemitische Äußerungen die Veranstaltung grob stören oder der rechtsextremen Szene bzw. Parteien oder Organisationen zuzuordnen sind.

 

WICHTIG! WIRD VERSCHOBEN!: „Die Arier“ Filmvorführung & Gesprächsrunde mit der Filmemacherin Mo Asumang

DIE VERANSTALTUNG WIRD IN DEN HERBST VERSCHOBEN! WIR INFORMIEREN RECHTZEITIG ÜBER DEN NEUEN TERMIN.

Mo Asumang hat sich in ihrer Dokumentation „Die Arier“ auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA begeben.

Der Dokumentarfilm wurde mehrfach von verschiedenen Fernsehsendern (u.a. ZDF, Arte) ausgestrahlt und erhielt weltweite Beachtung und Auszeichnungen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit mit der Regisseurin Mo Asumang ins Gespräch zu kommen.

Dieses Projekt ist entstanden in Kooperation zwischen dem Kreisjugendring Ilm-Kreis e.V. und der Stadt Arnstadt, gefördert durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie Ilm-Kreis im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Thüringer Landesprogramms „Denk bunt“ für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.“

Eine Anmeldung für die öffentliche Veranstaltung ist nicht nötig.

 

Aktionstag „Zero Discrimination Day“ am 1. März 2022

Zur Erklärung: Der 1. März ist der Zero Discrimination Day. Der Zero Discrimination Day wurde vom UNAIDS und den Vereinten Nationen 2014 ausgerufen mit dem Ziel, jede Art von Diskriminierung zu beseitigen. Dieser Aktionstag soll daran erinnern, dass niemand aufgrund von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität diskriminiert werden darf.

In Thüringen gibt es zahlreiche Projekte, die sich für dieses Querschnittsthema einsetzen und Beratung- sowie Präventionsarbeit leisten, unter anderem Thadine, die Landesantidiskriminierungsstelle, QueerWeg, MOBIT, Ezra, Landesbeauftragte für z.B. Menschen mit Behinderungen und Migration, Beauftragte der Kommunen und viele weitere.

Auch die Programme des Bundes „Demokratie Leben!“, und des Landes „Denk Bunt – Für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“, gehen diese Themen im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie auch im Ilm-Kreis bereits seit 2007 an. Die Partnerschaft setzt sich dabei aktiv für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein.

Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft.

Das aktive Eintreten für die Werte des Grundgesetzes, die Förderung eines lebendigen, vielfältigen und demokratischen Zusammenlebens sowie die Präventionsarbeit gegen Extremismus und Ideologien der Ungleichwertigkeit sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Sie können nur gemeinschaftlich und gesamtgesellschaftlich gelöst werden und müssen an den Herausforderungen, Problemen und Bedürfnissen vor Ort ansetzen.

Die Partnerschaft für Demokratie fördert auch im Jahr 2022 wieder Klein- und Großprojekte sowie Projekte von und für Jugendliche, die sich den Themen Vielfalt, Gleichberechtigung, Antidiskriminierung und Prävention widmen.

Bei konkreten Diskriminierungsfällen wenden Sie sich bitte an die oben genannten Beratungsstellen.

Für Fragen und Ideen zu möglichen Präventionsprojekten hingegen können Sie sich an die externe Koordinierung- und Fachstelle der Partnerschaft wenden:

E-Mail: email hidden; JavaScript is required

Mobil Frau Nonn: 0157 – 549 488 15

Mobil Frau Schmidt: 0170 – 289 23 27

Persönliche Sprechzeiten nach Rücksprache vor Ort oder in der VHS Arnstadt möglich.

Wir als Partnerschaft und der Landkreis Ilm-Kreis sagen klar NEIN zu Diskriminierung, NEIN zu Rassismus, NEIN zu Antisemitismus und NEIN zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Wir sagen JA zu VIELFALT.